Corporate Book: Warum nicht mal ein Buch schreiben (lassen)?

Gerade im digitalen Zeitalter haftet gedruckten Büchern etwas Beständiges und Hochwertiges an. Sie unterscheiden sich von anderen Kommunikationskanälen durch ihre Nachhaltigkeit und ihre oft suggestive Wirkung. Der Leser nimmt sich Zeit zum Lesen und damit die Botschaften des Textes intensiver auf. Ein Corporate Book eignet sich deshalb ganz besonders, um Markenbotschaften effizient und direkt zum Adressaten zu bringen. Unternehmensbücher können dabei in ganz unterschiedlicher Form erscheinen.

Es muss nicht immer nur die Firmenchronik sein

Traditionell zum Beispiel als Firmenchronik, in der die Unternehmensgeschichte erzählt wird. Wie etwa bei der Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe aus Karlsruhe, die in diesem Jahr ihr 150. Jubiläum feiert und dazu auf knapp 300 Seiten ihre Geschichte in Buchform präsentiert. Das Corporate Book des Homöopathie-Herstellers mit dem Titel „150 Jahre Dr. Willmar Schwabe 1866–2016“ ist aufwändig gestaltet und mit mehr als 300 Abbildungen illustriert.

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Twitter bringt Journalisten und PR-Leute zusammen

Die Idee ist so einfach, wie genial. In den USA wurde gestern der Service MicroPR gestartet, der recherchierende Journalisten und PR-Agenturen/Pressestellen via Twitter schneller zusammenbringen soll.

Das Prinzip ist simpel: Wer als Journalist oder Analyst eine Frage hat, schickt einen Tweet an @MicroPR. Und die PR-Leute, die diesem Twitter-Account folgen, können sofort reagieren und über den Microblogging-Dienst einen Direktkontakt zu dem Fragesteller herstellen.

MicroPR

Wenn man sich die Liste der US-Medien anschaut, die bereits Twitter nutzen, ist sie im Verhältnis auch nicht viel länger als die der twitternden Redaktionen im deutschsprachigen Raum. Also müsste das Prinzip von @MicroPR doch eigentlich auch bei uns funktionieren.

Das Problem dürfte – abgesehen von den althergebrachten Recherchemethoden der Journalisten und der geringen Bereitschaft von Pressestellen zu schnellen Auskünften – vor allem die kritische Masse sein, die ein solcher Dienst für einen Erfolg benötigt. @MicroPR in den USA hat bereits über 1200 Follower.

Aber Versuch macht kluch. Der Twitter-Account @MikroPR ist noch frei und kann für einen entsprechenden Service im deutschsprachigen Raum genutzt werden.

Das Marketing-Potenzial von Corporate Blogs richtig nutzen

Nach einer aktuellen (und natürlich repräsentativen!) Befragung von  Fittkau & Maaß  sind Weblogs mittlerweile „der deutlichen Mehrheit der deutschsprachigen Internet-Nutzer (77 Prozent) ein Begriff„. Fast jeder zweite Internet-Nutzer (45 Prozent) liest danach Blogs, das wären 25 Millionen Menschen. Kann ich gar nicht glauben.

Die Marktforscher haben auch nach den „beliebtesten Weblog-Typen“ gefragt: Online-Tagebücher liegen auf Platz 1, gefolgt von Fotoblogs und Corporate Weblogs. „Rund 28 Prozent der befragten Blog-Nutzer geben an , Corporate Blogs zu besuchen. Hochgerechnet auf die gesamten Internet-Nutzer bedeutet das, dass immerhin 13 Prozent aller deutschsprachigen Nutzer Corporate Blogs lesen. Damit haben Corporate Blogs ein enormes kommunikatives Potenzial„, schreibt  iBusiness.

Deshalb sei es auch nahe liegend, dass Unternehmen Corporate Blogs als Marketing- und Kommunikationskanal einsetzen. Ich werde in dem iBusiness-Artikel auch zitiert:

Dies sieht auch Bernhard Müller Geschäftsführer der PR-Agentur  Conosco. Nur Pressemitteilungen zu veröffentlichen, mache keinen Sinn.  „Es geht um authentische Informationen“, so Müller. Zudem sei wichtig,  „das ein persönliches Gesicht, wie der Geschäftsführer oder Marketing-Leiter des Unternehmens rüberkommt“. Wenn man Glaubwürdigkeit schaffen will, dürfe der Blog dürfe nicht anonym sein. … Auch Müller erklärt, dass man sich aktiv an der Bloggosphäre beteiligen muss. Sprich in  „anderen Blogs mitdiskutieren, Beiträge schreiben und so die Aufmerksamkeit erwecken“. Das koste zwar viel Zeit, sei aber schlicht notwendig.

So wie dieses Posting jetzt – meine letzte Tat vor einem langen Wochenende.

Vertrauen ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer PR-Agentur

Eine Studie von Forschern der RWTH Aachen hat jetzt bestätigt, was wir auch schon immer wieder in der Praxis festgestellt haben: Das Vertrauen hat für die Absicht, eine PR-Agentur zu beauftragen, eine überragende Bedeutung. Damit liegt dieses Kriterium deutlich vor dem Argument „niedrige Kosten“.

Allerdings ist das Vertrauen in einen Anbieter keinesfalls „blind“, sondern wird fast ausschließlich durch die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit des Anbieters bestimmt – und ist damit für die Agentur gestaltbar. Dabei spielt vor allem die Reputation des Anbieters eine wichtige Rolle: Potenzielle Kunden – so die Studie – verlassen sich also vor allem auf die verallgemeinerte Meinung
anderer Marktteilnehmer. „Aus einem ähnlichem Grund ist die Nutzung expliziter externer Referenzen durch den Anbieter erfolgversprechend: Durch die Assoziation mit renommierten Dritten kann ein Teil des Vertrauens in diese auf den assoziierten Anbieter übertragen werden„, heißt es in der Studie.

In abgeschwächter Form zeige sich der gleiche Effekt in der Betonung eines starken institutionellen Hintergrunds. Durch die Kommunikation von institutionellen „Gütesiegeln“ wie Mitgliedschaft in Branchenverbänden, Auszeichnung mit wichtigen Awards oder Belegen ausgezeichneter Ausbildung könne ebenfalls Vertrauen transferiert werden, in diesem Fall das Vertrauen in branchenspezifische Institutionen.

Neben diesen prozess- und institutionenbasierten Vertrauenstreibern wies die Studie auch die Bedeutung von „sozialer Ähnlichkeit“ nachgewiesen werden. Offenbar empfinden die Kunden Anbieter, deren Mitarbeiter ähnliche Werte und Interessen wie sie selbst haben, eher als vertrauenswürdig.

Wider Erwarten nicht statistisch signifikant war dagegen der Einfluss von persönlichen Beziehungen zwischen dem potenziellen Kunden und Mitarbeitern der betreffenden Agentur. Ebenso wenig scheinen sich Kunden von räumlicher Nähe leiten zu lassen: der Münchner hält den Münchner nicht zwangläufig für vertrauenswürdiger als andere.

Auch das Angebot von Maßnahmen zur Risikoreduktion für den Auftraggeber zeigt laut der Studie keine Wirkung. Der Effekt von Garantien, qualitätsabhängigen Honoraren und Testangeboten ist danach nicht besonders signifikant. „Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Qualität von PR-Leistungen als klassisches Vertrauensgut äußerst schwierig zu bewerten ist, wodurch darauf bezogene Garantien zum stumpfen Schwert werden„, heißt es in der Studie. Diese Einsicht werde auch dadurch untermauert, dass der Einsatz von Risikoreduktionsmaßnahmen in einer parallel durchgeführten Studie in der Solarindustrie – in der Qualitätsunterschiede sehr schnell nach dem Kauf deutlich werden – durchaus einen starken Effekt als Vertrauenstreiber aufwiesen.

Eine weitere wichtige Frage der Untersuchung betraf mögliche Unterschiede von jungen Anbieter gegenüber bereits etablierten Agenturen. Das Studienergebnis: Es gibt eigentlich keine. Die Bedeutung von Vertrauen, die Effektivität der Instrumente und auch das Vertrauensniveau unterscheiden sich nicht signifikant von der Teilstichprobe der etablierten Agenturen.