Die Zeiten, in denen man allein und andächtig-leise durch das Museum schlich, sind vorbei. Im Zeitalter   der Globalisierung, des mobilen Internets sowie der sozialen Kanäle, deren Anzahl von Tag zu Tag steigt, können und sollen sich die kulturellen Institutionen nicht mehr vor ihrer Digital-Werdung verschließen.

Bereits 2009 ahnte Nicholas Andrew Serota, Kunsthistoriker und Leiter des Tate Britain in London, dass sich das Bild des Museums im 21. Jahrhundert grundlegend verändern wird.
Er sagte:

The future of the museum may be rooted in the buildings they occupy but it will  address audiences across the world – a   place where people across the world will  have a conversation. […] The growing challenge is to … encourage curatorial teams to work in the           online world as much as they do in the galleries.

Kaum verwunderlich also, das die Tate Gallery, eines der Top-5-Museen der Welt, nun vier Jahre später ein ganzheitliches digitales Konzept vorlegt, das seinesgleichen sucht.

Die Idee dahinter: Alle Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen, um Kunstliebhabern und solchen, die es noch werden wollen, interessanten und relevanten Content zu bieten und sie zum Mitmachen zu bewegen. Natürlich nicht ganz uneigennützig. Denn wer zu diesen Inhalten Zugang haben möchte, muss auch etwas dafür bezahlen. Trotz allem ist es eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Kunstinteressierte bekommen gut aufbereitete und perfekt präsentierte Zusatz- und Hintergrundinformationen, die sie auf allen Kanälen mit Gleichgesinnten und Freunden teilen und diskutieren können. Die Tate Gallery bekommt zusätzliche Einnahmen durch den Verkauf von Produkten und Donationen.

Wie aber soll die digitale Strategie umgesetzt werden?

  • Digitalisierung der Kunstkollektion
  • Zur Verfügung Stellen multimedialer Forschungsarbeiten zu verschiedenen Kunstwerken
  • Kreieren eines digitalen Gallerie-Erlebnisses durch die Bereitstellung von WLAN
  • Stärkung und Ausbau der digitalen Community durch u. a. verstärkte Blog-Aktivitäten sowie den Ausbau bereits bestehender Lernangebote
  • Das Einbeziehen aller Abteilungen der Tate in die Umsetzung

Gerade bei einer so großen Institution wie der Tate Gallery ist der letzte Punkt entscheidend. Damit die digitale Strategie aufgeht, müssen alle an einem Strang ziehen. Neben der Entwicklung und dem Einsatz von Soft- und Hardware, die problemlos funktioniert, müssen alle involvierten Mitarbeiter geschult und trainiert werden. Persönliches Engagement und die Verinnerlichung des digitalen Lifestyles werden sicherlich über die Jahre wachsen müssen. Wenn die Rechnung aufgeht, wird das Tate das analog-digitale Museum des 21. Jahrhunderts.

Auch wenn Ihr Museum nicht die finanziellen Ressourcen hat für ein komplett digitales Museumserlebnis à la Tate, lässt sich doch einiges davon mit der richtigen Museum Content Marketing Strategie umsetzen. Das MCM-Angebot von Conosco für Museen beinhaltet 4 aufeinander aufbauende Module. Diese können auch einzeln gebucht werden. Je nach Ihren Zielvorstellungen, machen wir Ihnen gern ein individuelles Angebot.

[BFTWP]

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere