Lange hat sich in diesem Blog nichts mehr bewegt. Es gab immer Wichtigeres zu tun, als hier unsere Erkenntnisse oder Meinungen zu posten. Zum Beispiel  spannende Kundenprojekte  im Bereich Social Media, das Texten von neuen Websites von Unternehmen und unsere ganz normale PR-Arbeit – etwa mit der Erstellung von Case Studies und Whitepapers und deren Lancierung in die Fachpresse.

Warum es so nicht mehr weitergeht

Doch vorgestern sind wir auf zwei Beiträge von  Susanna Gebauer  von der Content-Plattform  ExploreB2B  gestossen. In dem  einen  heißt es:

Die meisten Content Marketing Agenturen predigen die Vorteile und die unglaublichen tollen Ergebnisse, die man mit Content Marketing erreichen kann – aber sie nutzen es nicht selbst.

Und in dem  anderen  steht:

Als ich einen Beitrag mit Empfehlungen für (englischsprachige) Blogs zu Content Marketing geschrieben habe, wurde ich gebeten, auch eine Liste mit deutschsprachigen Blogs zu Content Marketing zu erstellen. Ich gestehe, dass ich an dem Unterfangen aus meiner Sicht kläglich gescheitert bin.

Denn es gibt nach ihren Recherchen nur eine gute Handvoll solcher Weblogs. Und das  PR-Kloster  ist nicht dabei. Warum eigentlich?

Initalzündung für Neuanfang

Marketing-TrichterDas war die  Initialzündung, um hier auf dem Blog (das es ja immerhin schon  seit dem Jahr 2004  gibt!) endlich wieder aktiv zu werden. Daran ist aber nicht nur der Mai schuld (der ja bekanntlich alles neu macht), sondern auch eine  neue Kollegin bei conosco  (die sich künftig hier öfter zu Wort melden wird) und unsere  Aktivitäten in den letzten Wochen. Denn da haben wir uns sehr stark mit dem neuen Hype-Thema „Content Marketing“ beschäftigt. Etwa durch die Teilnahme an derContent Marketing Conference  Ende März in Köln oder durch den Besuch eines  Seminars bei den Kollegen von Take of PR in Wien.

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Nun ist  Content Marketing  für uns nicht wirklich was Neues. Schon im Jahr 1990 – bei der Gründung von conosco – haben wir z.B.Anwenderberichte  und  Case Studies  für unsere Kunden geschrieben oder als Ghostwriter deren Ideen und Konzepte zu  Büchern  verarbeitet, die dann vom Vertrieb zur Akquise eingesetzt wurden.Kundenmagazine,  Newsletter,  Web-Auftritte  und  Social Media-Aktiviäten  kamen in der Folgezeit dazu. Die Entwicklung der letzten Jahre lässt sich – wenn auch mit Sprüngen – hier im Blog nachvollziehen. „Content Marketing“ haben wir unsere Tätigkeit dabei nie genannt, eher „journalistische PR„.

Warum verwenden wir den Begriff nun jetzt und haben dazu auf der Content Marketing Conference sogar einen Flyer verteilt?

Content Marketing mit Case Studies

Zum Einen können auch wir uns nicht dem  Hype  entziehen, der da seit einiger Zeit aus den USA zu uns rüberschwappt. Wenn Unternehmen dadurch klassische Werbebudgets umverteilen und künftig andere Marketingschwerpunkte haben, kann uns das als  PR-Agentur  nur Recht sein. Denn wir verstehen uns (und können das auch nachweisen!) als dieExperten für qualifizierte Inhalte, die den  Vertrieb  unterstützen. Und wenn jetzt plötzlich alle – von den Werbeagenturen über SEO-Spezialisten bis zu den Corporate Publishern – das Fähnchen „Content Marketing“ vor sich her tragen und damit neue Kunden gewinnen wollen, möchten wir nicht abseits stehen und unser  Licht unter den Scheffel  stellen.

Es gibt aber noch einen  zweiten Grund, warum wir jetzt über „Content Marketing“ sprechen: Der Begriff kann – das hat die Content Marketing Conference noch mal deutlich gezeigt – sehr unterschiedlich interpretiert werden. Wir verstehen darunter nicht nur „schöne Inhalte“, die den Lesern Freude bereiten oder für sie einen Nutzwert bieten. Sondern für uns ist „Content Marketing“ ein  Vertriebsinstrument, das eingesetzt wird, um auf neue Art und Weise  Leads zu generieren  und Kunden zu gewinnen. Und das ist in der Tat etwas Neues und erst seit einiger Zeit durch die Entwicklung des Internet, den Boom bei Social Media und ein verändertes Nutzerverhalten möglich.

Content Marketing = Kunden gewinnen

Der  Kerngedanke, den wir künftig auch in diesem Blog weiter erläutern wollen, ist der: 95 % der potenziellen Kunden, die ein neues Produkt oder eine Dienstleistung kaufen wollen,  recherchieren heute vorher im Internet. Wer es schafft, von diesen Menschen mit seinem Angebot  gefunden  zu werden und sie mit kompetenten Inhalten zuüberzeugen, ist einem Abschluss ein gutes Stück näher gekommen. Das gilt für den  B2B-Bereich, aber auch in der Kommunikation mit Endverbrauchern. Wie  Coca Cola  mit seiner  neuen Website  in der letzten Woche gerade gezeigt hat. Die hat mit einem klassischen Internet-Auftritt nichts mehr zu tun, sondern erzählt Geschichten („Liquid Storytelling„).

6 Schritte: Leads generieren mit Content Marketing

Wie das Ganze praktisch läuft, hat  Take Off PR  in einem  Blogbeitrag  sehr schön zusammengefasst:

1. Keyword Analyse
2. Content erstellen
3. Call to Action, Landingpages und Downloads
5. Workflows
6. Analyse

Dieses  Modell, dass man auch gerne mit einem  Trichter  illustriert, ist keine Erfindung unserer Wiener Kollegen. Sondern basiert unter anderem auf den Erkenntnissen von  Hubspot  (einem in den USA recht erfolgreichen Anbieter von den passenden Technologien für die Optimierung dieses Prozesses), wird aber auch von Unternehmen wieSalesforce.com  oder  Adobe  bereits erfolgreich umgesetzt. Ein Blick auf deren Websites zeigt das.

Unsere Meinung:  Die Gewinnung von Business-Kontakten (Leads) auf diesem Weg ist nicht nur etwas für große Unternehmen, auch  mittelständische Firmen  aus Industrie, Logistik oder dem Dienstleistungsbereich können so neue Kunden gewinnen.

In diesem Sinne werden Sie in Zukunft nun öfters von uns wieder im PR-Kloster lesen. Versprochen!

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